Technologien für immersives Lernen haben in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn sie versprechen nichts weniger als eine Revolution des Lernens und der Schulung von Beschäftigten.  

Zunächst aber wollen wir die zentrale Frage beantworten: Was ist immersives Lernen eigentlich genau?  

Was ist immersives Lernen? 

Konzeptionell umfasst das immersive Lernen eine Reihe sogenannter immersiver Technologien. Diese versetzen die Lernenden in virtuelle Umgebungen und verwischen die Grenzen zwischen der physischen und der digitalen Welt. Da das immersive Lernen den Teilnehmenden die Möglichkeit bietet, an realistischen, interaktiven und erlebnisorientierten Schulungssimulationen teilzunehmen, die reale Szenarien darstellen, überwindet es die Beschränkungen herkömmlicher Unterrichts- und E-Learning-Erfahrungen. Dabei werden die folgenden Arten immersiver Realitäten unterschieden: 

  • Augmented Reality (AR): Augmented Reality kombiniert virtuelle Elemente mit der realen Welt und legt computergenerierte Bilder, Videos oder Informationen über die physische Umgebung der Nutzenden. AR vermittelt den Lernenden in Echtzeit Informationen, Anleitungen oder digitale Inhalte, die in ihre physische Umgebung eingeblendet werden. In Schulungsszenarios kann AR verwendet werden, um Modelle in der physischen Welt mit virtuellen Anleitungen zu ergänzen oder Echtzeit-Feedback zu vermitteln. Dabei erkennt die AR-Anwendung, wenn Lernende in der physischen Umgebung einen Fehler machen, und kann in diesem Fall über digitale Inhalte direkt Hilfestellung geben. 
  • Mixed Reality (MR): Wie der Name schon sagt, vermischt Mixed Reality Elemente aus der physischen und der virtuellen Welt, sodass digitale Objekte mit der realen Umgebung interagieren können und umgekehrt. Diese Technologie verbessert Schulungen durch Bereitstellen kontextbezogener Informationen, virtueller Leitfäden oder interaktiver Simulationen in der Realität. Dabei könnte es sich z. B. um ein Schulungsszenario handeln, bei dem die Lernenden mit Headsets ausgestattet werden, um mit 3D-Projektionen von Maschinen in ihrem realen Arbeitsbereich zu interagieren. 
  • Virtual Reality (VR): Die Virtual Reality schafft eine vollkommen immersive digitale Umgebung, die eine realistische dreidimensionale und von der physischen Welt völlig getrennte Erfahrung simuliert. Mithilfe eines Head-Mounted-Displays (HMD) können Mitarbeitende im Rahmen von VR-Schulungen komplexe Aufgaben üben, gefährliche Szenarien simulieren oder in einer sicheren und kontrollierten Umgebung Rollenspiele durchführen. Diese Technologie eignet sich insbesondere für Schulungen in Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Luftfahrt, der Fertigung und der Notfallhilfe, wo praktische Erfahrungen entscheidend sind.
  • Extended Reality (XR): Extended Reality ist ein Überbegriff, der alle Formen immersiver Technologien umfasst: AR, VR und MR. XR bezeichnet das gesamte Spektrum von Erfahrungen, bei denen die physische und die virtuelle Welt miteinander verschmelzen und interaktive Umgebungen entstehen, deren Bandbreite sich von teilweise real bis vollständig virtuell erstreckt. 

Hauptvorteile der virtuellen und erweiterten Realität bei Schulungen. 

Laut Seeing is Believing, einer Veröffentlichung des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC), werden Extended-Reality-Methoden – und insbesondere das VR-Training – bis 2030 einen Beitrag von 294 Mrd. US-Dollar zur Weltwirtschaft leisten. Eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigt, dass VR-Lernende viermal schneller und konzentrierter arbeiteten als E-Learning-Teilnehmende. Zudem waren die Lernenden um 275% zuversichtlicher, dass sie das Gelernte nach einer VR-Schulung auch umsetzen können.  

VR wird nicht nur verschiedenen Lernverfahren gerecht, sondern minimiert laut einer aktuellen PwC-Studie auch das Ablenkungspotenzial (denn schließlich sind die Lernenden vollkommen von der Realität abgeschnitten). Extended Reality bietet im Unternehmensbereich folgende Vorteile:  
 

  • Höheres Engagement und stärkere Bindung: Mit XR lässt sich eine hochgradig interaktive Lernumgebung erstellen, die den Beschäftigten besser als herkömmliche Schulungsmethoden dabei hilft, sich Informationen zu merken. Dies ist auf den Bildüberlegenheitseffekt zurückzuführen, der besagt, dass Lernende einen Inhalt umso besser behalten können, je visueller er ist. 
  • Kosteneinsparungen: Da XR die Beschränkungen von Onlineschulungen aufhebt, indem es beispielsweise praktische Erfahrungen ermöglicht und authentische, stimmige und interaktive Remote- und Hybridarbeitserfahrungen vermittelt, können Beschäftigte praktisch überall mit Extended-Reality-Tools geschult werden. Hierdurch sparen Unternehmen Geld für Reisekosten und weitere Aufwendungen, die beispielsweise bei Präsenzschulungen entstehen.   
  • Weniger Zeitaufwand beim Lernen und Erwerben von Kompetenzen    

XR spart Zeit: Laut der Studie von PwC kann Stoff, der im Präsenzunterricht in zwei Stunden oder in einer Onlinelernumgebung in 45 Minuten vermittelt wird, mit einem Virtual-Reality-Tool in gerade einmal 30 Minuten abgehandelt werden. Dies verleiht dem Satz „Statt dieses Meetings hätte es auch eine E-Mail sein können“ eine ganz neue Nuance. 

  • Höhere Produktivität und Sicherheit: Mit XR erhalten Beschäftigte realitätsnahe Übungsmöglichkeiten, die Produktivität, Einfühlungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit verbessern und gleichzeitig ihre Sicherheit erhöhen
  • Standardisierung: XR kann normenkonforme Schulungen gewährleisten, das Risiko von Fehlern und Verletzungen am Arbeitsplatz senken und Qualität und Compliance generell verbessern. 
  • Lernen für hybrides und globales Arbeiten: In Hybridumgebungen Lernende und global Tätige können XR als praxisnahes Sammelbecken für Menschen, Prozesse und Szenarien nutzen, die sich über geografische Grenzen und Zeitzonen hinweg erstrecken. XR trägt dazu bei, Spontaneität, Interaktivität und Spaß am teambasierten Arbeiten und Lernen zurückzugewinnen und gleichzeitig die Flexibilität und den Komfort beizubehalten, die für das Arbeiten im Homeoffice charakteristisch sind. 
  • Fachkräftemangel kompensieren: Der Einsatz des Metaverse bei Unternehmensschulungen kann den Fachkräftemangel abfedern, denn hiermit lassen sich Ressourcen skalieren und Experten ortsunabhängig einbeziehen, um Probleme zu beheben und praxisnahe Schulungen zu vermitteln.  

VERWANDTES THEMA: Stärken der Compliance, um den sich rasant ändernden Bestimmungen stets einen Schritt voraus zu sein 

Das Lernen zukunftssicher machen – mit Virtual Reality und Extended Reality 

Aufgrund neuer Faktoren wie Telearbeit während der Pandemie, zunehmendem Fachkräftemangel und dem Aufstieg einer jüngeren und technikaffinen Belegschaft sind XR-Schulungen mittlerweile eine beliebte Praxis. Gemeinsames Hybridlernen ist der neue Normalfall, und mit der Kombination von XR und VR sind die Möglichkeiten grenzenlos. Im Folgenden finden Sie einige Möglichkeiten, wie VR Ihrem Team helfen kann, den Schulungsprozess für Ihre Belegschaft zukunftssicher zu gestalten:

  • Immersive Simulationen: Die VR-Technologie vermittelt praktische Erfahrungen mit komplexen Szenarien, ohne dass reale Geräte benötigt werden (z. B. Bauarbeiter, die mit einer Baustellensimulation Sicherheitsverfahren erlernen, oder medizinisches Fachpersonal, das Operationen an virtuellen Patienten übt). Dieser Ansatz spart Kosten, senkt Risiken und vermittelt den Mitarbeitenden umfassende Schulungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz.  
  • Virtueller Unterricht: Mit XR-Technologie können virtuelle Unterrichtssituationen geschaffen werden, die es den Beschäftigten erlauben, remote an Kursen teilzunehmen. Gleichzeitig ermöglicht die Technologie mehr Interaktion und Kollaboration.  
  • Schulungsszenarien: Mit der XR-Technologie lassen sich realitätsnahe Schulungsszenarien entwickeln, die Notfallsituationen, gefährliche Umgebungen und sogar schwierige Kundeninteraktionen simulieren. Mit dieser Methode können die Beschäftigten nicht nur Selbstvertrauen gewinnen und ihre Effizienz steigern, sondern auch bei der Arbeit bessere Leistungen erbringen und Problemsituationen vermeiden.
  • Gamification: Mithilfe der VR-Technologie können auch unterhaltsame interaktive Spiele entwickelt werden, die Mitarbeitende zum Erlernen neuer Kompetenzen oder zur Vertiefung vorhandener Kenntnisse animieren. Wir alle könnten mehr Spielerisches bei unserer Arbeit gebrauchen. 

Mit LMS365 und SynergyXR besseres und immersives Lernen nutzen 

Ein Paradebeispiel für die Implementierung von Virtual Reality und Extended Reality im Lern- und Schulungsmanagement ist die Kooperation zwischen LMS365, dem einzigen direkt in Microsoft Teams integrierten Lernmanagementsystem, und SynergyXR, der weltweit einzigen XR-Unternehmensplattform, die AR, VR und MR in einer zentralen Lösung zusammenführt. SynergyXR stellt Unternehmen eine XR-Engine zur Verfügung, die Schulungsprogramme erlebbar macht und es L&D-Managern gestattet, ihren Beschäftigten immersive und wirkungsvolle Lernerfahrungen zu vermitteln. 

Möchten Sie die Lösung in Aktion sehen? Dann schauen Sie sich unser Video mit SynergyXR an, und sehen Sie selbst, wie VR und andere Extended-Reality-Funktionen auf der LMS365-Plattform eingesetzt werden können, um Ihre Mitarbeiterschulungen zu optimieren.